Die Autorin Elisabeth Kabatek

Elisabeth Kabatek wuchs in einer beschaulichen Kleinstadt unweit der Landeshauptstadt Stuttgart auf. Ihre frühkindliche literarische Prägung erfolgte durch Mutter (Losungsbüchle), Vater (Asterix) und Tante (Pippi Langstrumpf). Auf die im Schulaufsatz der 3. Klasse gestellte Frage "Was ich einmal werden will", konnte es nur eine einzige Antwort geben: Schriftstellerin. Wenige (also so ungefähr 34) Jahre später war es dann soweit: das "Laugenweckle" erschien.

Dazwischen passierte mal dies, mal jenes; unter anderem studierte die Autorin Spanische Literaturwissenschaft in Heidelberg, mit dem hehren Ziel, einmal "Hundert Jahre Einsamkeit" im Original lesen zu können. Klingt gut, nicht? Praktika und freie Mitarbeit bei Verlagen, Zeitungen, Zeitschriften und Pressestellen brachten irgendwie auch nicht den ersehnten Durchbruch. Außerdem war die Welt zu groß und zu spannend, um sich den Hintern beim Schreiben plattzudrücken.

1997 dann: Stuttgart. Von Barcelona kommend, ein Kulturschock, gelinde gesagt. In der Jugend hatten sich Kontakte mit der Landeshauptstadt auf Einkaufsausflüge mit dem Vater beschränkt, die regelmäßig in einem Fiasko endeten, weil der Kleidergeschmack des Vaters (Breuninger "Junge Dame") und die alternative Phase der Tochter (Indienschlabberkleider) nicht kompatibel waren.

Stuttgart. Und 1000 Fragen tauchten auf: warum werden bei Besprechungen immer Laugenbrezeln mit Butter gereicht? Kann die Kehrwoche abhängig machen? Gibt es traffic light spotter, deren leidenschaftliches Hobby darin besteht, andere Menschen dabei zu ertappen, wie sie über die rote Fußgängerampel gehen? Und warum redeten die Menschen so seltsam? UND WARUM FING DIE AUTORIN SELBER AN, SO SELTSAM ZU REDEN??

Auf all diese Fragen konnte es 2008 nur eine Antwort geben: Laugenweckle zum Frühstück.

Und weil Laugenweckle zum Frühstück einschlug wie eine Bombe und sich mittlerweile mehr als 140.000 mal verkauft hat, folgte 2010 der Brezeltango, und weil jetzt große Verlage auf die Autorin aufmerksam wurden, erschien im Juni 2012 der Spätzleblues im Verlag Droemer Knaur, und 2012 im September die Gebrauchsanweisung für Stuttgart im Piper Verlag, und im Januar 2014 erschien Ein Häusle in Cornwall und im Juli 2015 Zur Sache, Schätzle und im Januar 2017 Kleine Verbrechen erhalten die Freundschaft. Am 26. September 2018 erscheint der allerallerletzte, nämlich fünfte Band in der Trilogie um Pipeline Praetorius, Schätzle allein zu Haus. Im März 2018 erscheint eine komplette Überarbeitung der Gebrauchsanweisung für Stuttgart. Außerdem wird das erste abendfüllende Theaterstück Allein unter Schwaben im Juli 2018 beim Theater der Altstadt im Stuttgarter Westen uraufgeführt.

Aufgrund des überwältigenden Erfolgs ihres Romanerstlings hat die Autorin mittlerweile ihren bürgerlichen Job an den Nagel gehängt und am Killesberg ein weitläufiges Anwesen im Bauhaus-Stil mit Butler erworben. Sie widmet sich der Zucht von Golden-Retriever-Hunden, die im großen Park des Anwesens herumtollen, verbringt ihre Zeit mit Bridge und Golfspielen und trinkt nur noch Veuve Cliquot. Der Butler muss die zahllosen Groupies vertreiben, die um das Anwesen herumlungern, weil sie darauf hoffen, ein Autogramm zu bekommen. Man hat es nicht leicht, so als Autorin.

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Was die Autorin an Stuttgart schätzt: Die Pünktlichkeit der U-Bahnen, die Hoppelhasen im Schlosspark, das Kaltbadebecken im Mineralbad Leuze, das Bärenschlössle, die Waldheime, das Ballett, das Sommerfestival der Kulturen.

Darauf könnte die Autorin in Stuttgart verzichten: Die Unpünktlichkeit der S-Bahnen, die Zerstörung des Schlossgartens durch S21, die vielen anderen Menschen, die das Bärenschlössle auch schätzen, die schwülen Sommer, Public Viewing, Probiersocken im Schuhladen ("Sie dirfad jetzt a Söckle azieha, wenn Sie die Schuh brobiera wellad, gell, au bei Sandala!")